Musi­ka­li­sche Talen­te för­dern

 Pilot­pro­jekt Strei­cher­klas­se am MBG unter­stützt von Spar­kas­se Hei­del­berg und Freun­des­kreis

„C-C-C-C, G-G-G-G, D-D-D-D, A-A-A-A, E-E-E-E“, und dann wie­der rück­wärts, zup­fen die 12 Schü­le­rin­nen und Schü­ler der Klas­se 5a auf ihren Instru­men­ten (wobei das tie­fe C den Cel­li und Brat­schen vor­be­hal­ten ist, und das hohe E nur von den Gei­gen gespielt wird). Eine Men­ge gilt es dabei zu beach­ten:

Man muss genau so schnell zäh­len wie die ande­ren, man darf mit dem Fin­ger nicht die fal­sche Sai­te erwi­schen, man muss immer vier­mal den­sel­ben Ton zup­fen, und man muss wis­sen, wann man über­haupt dran ist. Da kann man schon ganz schön ins Schwit­zen kom­men. Die Fünft­kläss­ler haben erst in die­sem Schul­jahr begon­nen, ein Streich­in­stru­ment zu erler­nen. Musik­leh­re­rin Julia Ruch freut sich: „Die Kin­der haben schon rich­tig viel gelernt, gera­de auch im Bereich der Sekun­där­tu­gen­den. Wenn ich erklä­re, müs­sen sie lei­se sein. Sie hören auf­ein­an­der und ach­ten auf ihr eige­nes Spie­len. Sie müs­sen sich rich­tig kon­zen­trie­ren! Aber wir haben auch alle gemein­sam jede Stun­de ein greif­ba­res Erfolgs­er­leb­nis, wenn das neu Geüb­te dann auf ein­mal gelingt.“

Ermög­licht wur­de das Strei­cher­klas­sen­pro­jekt durch zwei groß­zü­gi­ge Spen­den: Der Freun­des­kreis des Max-Born-Gym­na­si­ums betei­lig­te sich mit 2000 €, und die Spar­kas­se Hei­del­berg schoss noch 1000 € zu. Das Pro­jekt, das jetzt seit Novem­ber rich­tig Fahrt auf­ge­nom­men hat, begann hin­ter den Kulis­sen bereits im Som­mer. Als klar wur­de, dass die Schu­le mit Musik-Depu­ta­ten in die­sem Jahr beson­ders gut ver­sorgt sein wür­de, baten die Musik­leh­re­rin­nen Julia Ruch und Sabi­ne Krings die Schul­lei­tung, bei­de in einer Klas­se unter­rich­ten zu dür­fen: Mit zwei Leh­re­rin­nen in einer Klas­se könn­te ein Teil der Kin­der im Rah­men des regu­lä­ren Musik­un­ter­richts eine Strei­cher­klas­se bil­den, wäh­rend die ande­ren die musi­ka­li­schen Inhal­te mit Sabi­ne Krings als Sin­ge­klas­se erar­bei­tet und Kör­per und Stim­me als Instru­men­te nutzt.

Schul­lei­ter Joa­chim Phil­ipp war sofort mit im Boot: „Wir sind ja nicht aus­schließ­lich MINT-Schu­le, son­dern legen neben der natur­wis­sen­schaft­li­chen Aus­bil­dung auch gro­ßen Wert auf kul­tu­rel­le För­de­rung und musisch-künst­le­ri­sche Bil­dung. Durch die Strei­cher­klas­se kön­nen wir das „Nach­wuchs-Pro­blem“ in den musi­ka­li­schen Ensem­bles mini­mie­ren. Die­ses Pilot­pro­jekt lässt uns her­aus­fin­den, ob die Insti­tu­ti­on einer Strei­cher­klas­se, die an eini­gen Stadt-Schu­len bereits eta­bliert ist, auch in Neckar­ge­münd funk­tio­nie­ren kann.“

Nach der Erlaub­nis durch die Schul­lei­tung mach­te sich Ruch dar­an, die not­wen­di­gen Mit­tel zusam­men­zu­be­kom­men. Ein paar Instru­men­te waren in der Schu­le zwar vor­han­den, die­se muss­ten jedoch auch noch vom Gei­gen­bau­er über­ar­bei­tet wer­den, was nicht nur eini­ges Geld, son­dern auch ein paar Wochen Zeit bean­spruch­te. Von den 30 Kin­dern der 5a ent­schie­den sich letz­ten Endes 12 für die Strei­cher­klas­se, wäh­rend 18 das Instru­ment der Stim­me vor­zo­gen. „Eine idea­le Auf­tei­lung“, so Ruch. Die Instru­men­te kön­nen jetzt seit eini­gen Wochen als Leih­ga­ben von den Kin­dern mit nach Hau­se genom­men wer­den, und es wird nur ein klei­ner Unkos­ten­bei­trag durch die Fami­li­en über­nom­men.

Für Fili­al­lei­ter Chris­toph Schmid von der Spar­kas­se Hei­del­berg war es kei­ne Fra­ge, die Schu­le in die­sem Pro­jekt zu unter­stüt­zen: „Die Krea­ti­vi­tät zu för­dern, ist uns immer ein Anlie­gen. Des­halb sind wir hier ger­ne dabei. Die Begeis­te­rung der Kin­der ist hier ja rich­tig mit Hän­den zu grei­fen. Man sieht und hört, wie eif­rig sie bei der Sache sind!“

Auch der Freun­des­kreis war sofort mit von der Par­tie und sag­te die För­de­rung gern zu. Des­sen Vor­sit­zen­de, Ani­ta Wei­ßen­bach, hebt vor allem die Regel­mä­ßig­keit und Ver­bind­lich­keit her­vor: „Hier kön­nen die Kin­der gemein­sam in der Grup­pe ihre Instru­men­te spie­len, und sie haben einen grö­ße­ren Anreiz zu üben, als wenn sie „nur“ ihren Musik­leh­rern vor­spie­len.“ Zudem beton­te sie: „Mit die­sem Pro­jekt kön­nen wir die musi­ka­li­schen Talen­te auch unab­hän­gig vom Eltern­haus för­dern, und die Kin­der kön­nen ohne Druck ein neu­es Instru­ment ler­nen.“

Schul­lei­ter Joa­chim Phil­ipp dank­te Freun­des­kreis und Spar­kas­se herz­lich für die tol­len Spen­den. Nach­dem alle Kin­der ver­si­chert hat­ten, dass sie auch daheim flei­ßig auf ihren Instru­men­ten übten, wag­te er einen Aus­blick: „Beim nächs­ten Schul­kon­zert wer­den wir euch bestimmt schon hören kön­nen, und wir freu­en uns, dass Ihr Euch sicher bald im Orches­ter betei­li­gen könnt!“

Auch die Kin­der selbst sind Feu­er und Flam­me für ihr neu­es Pro­jekt: Janick zum Bei­spiel lernt jetzt Brat­sche und fin­det: „Es ist etwas ganz ande­res als alles, was ich sonst mache. Die Kom­bi­na­ti­on aus Bogen, Sai­ten, lin­ker Hand und rech­ter Hand ist neu für mich, das ist rich­tig span­nend.“ Damon freut sich über sein Cel­lo: „Es macht ein­fach Spaß, ein Musik­in­stru­ment aus­zu­pro­bie­ren.“ Lei­na hat kurz vor dem Wech­sel in die 5. Klas­se mit dem Kla­vier­un­ter­richt auf­ge­hört, und hat jetzt Freu­de an ihrer Gei­ge: „Es ist schön, gemein­sam mit ande­ren aus mei­ner Klas­se ein neu­es Instru­ment anzu­fan­gen.“

 

 

 

 

„Licht in allen Din­gen“ – Weih­nachts­kon­zert am MBG

„Christ­mas in the old man’s hat“ – mit die­sem iri­schen Song, der mit fröh­li­cher Melo­die doch in hin­ter­grün­di­ger Wei­se zum Nach­den­ken über den Weih­nachts­kon­sum anregt, eröff­ne­te der Unter­stu­fen­chor unter der Lei­tung von Sabi­ne Krings und beglei­tet am Kla­vier von Kat­rin Kieck­hae­fer-Wüst, das tra­di­tio­nel­le Weih­nachts­kon­zert am 13. 12. 2019 in der Aula des Schul­zen­trums. Unter­stützt durch ein Streich­quar­tett (Lau­ra Drös, Emi­ly Rei­sig, Julia Ruch, Johan­nes Schips) bot der Chor im Anschluss ein zar­tes Wie­gen­lied von Bil­ly Joel dar.

Julia Ruch über­nahm die char­man­te Mode­ra­ti­on des Abends und erin­ner­te zunächst an die Kon­zer­te im ver­gan­ge­nen Schul­jahr, die von vie­len dama­li­gen Abitu­ri­en­tin­nen und Abitu­ri­en­ten geprägt waren. Nach­dem deren Weg­gang gro­ße Lücken hin­ter­las­sen hat­te, bestand kurz­fris­tig die Sor­ge, ob über­haupt spiel­fä­hi­ge Grup­pen zustan­de kom­men wür­den. Aber weit gefehlt: Vie­le jun­ge Instru­men­ta­lis­ten und Sing­be­geis­ter­te waren dazu­ge­kom­men, so dass spä­ter gar die Büh­ne zu klein war, um alle gemein­sam zu fas­sen.

Eine Pre­mie­re fürs Max-Born-Weih­nachts­kon­zert war jedoch zunächst ein Duett aus dem Barock: Han­nah Croo­ker und Tama­ra Deub­ler über­zeug­ten mit sicher vor­ge­tra­ge­nen Kolo­ra­tu­ren (in latei­ni­scher Spra­che) bei „Lau­da­mus te“ aus dem „Glo­ria“ von Vival­di, beglei­tet von Sabi­ne Krings am Flü­gel.

Mit zwei sehr unter­schied­li­chen Stü­cken glänz­te Anez­ka Kos an der Har­fe: Wäh­rend H. Has­sel­mans „Chan­son de Mai“ wie­gend-träu­me­risch daher­kam, war „Seguil­li­da“ von C. Sal­ce­do leb­haf­ter und tän­ze­risch. Roman­tisch und gefühl­voll ging es wei­ter: Bene­dict Mac­Gre­gor-Mil­lar prä­sen­tier­te das „Impromp­tu“ von F. Schu­bert. Das an schwie­ri­gen Pas­sa­gen rei­che Stück meis­ter­te er sou­ve­rän und zog das Publi­kum in sei­nen Bann.

Im Anschluss durf­te der Mit­tel-/Ober­stu­fen­chor, eben­falls gelei­tet von Sabi­ne Krings, sein Kön­nen unter Beweis stel­len: beim a capel­la dar­ge­bo­te­nen frü­hen Barock-Stück „Es ist ein Ros‘ ent­sprun­gen“ und „Myn Lyking“ von Richard R. Ter­ry nach einem Mit­tel­eng­li­schen Gedicht unter Betei­li­gung des Streich­quar­tetts stell­ten sie ein­drucks­voll ihr klas­si­sches Reper­toire unter Beweis.
Johann Bur­ck­hardt und Kim Erben ent­lie­ßen mit der träu­me­risch-souli­gen Bal­la­de „I’ll be home“ das Publi­kum in die Pau­se.

Nach der Pau­se durf­te das „ver­jüng­te“ Orches­ter unter der Lei­tung von Julia Ruch eine Ver­schmel­zung von moder­ner und baro­cker Musik prä­sen­tie­ren: In einer Bear­bei­tung des bekann­ten „Kanon in D“ von Pachel­bel waren vie­le bekann­te Weih­nachts­lie­der-Melo­dien „ver­steckt“, die das Publi­kum in einem klei­nen Quiz erra­ten durf­te. In einem nur weni­ge Minu­ten lan­gen Med­ley aus der „Narnia“-Filmmusik ver­bar­gen sich vie­le ver­schie­de­ne Stim­mun­gen – man konn­te förm­lich spü­ren, wie der Weih­nachts­mann Licht und Wär­me in den kal­ten Win­ter brach­te. Eng wur­de es auf der Büh­ne bei „Jesus blei­bet mei­ne Freu­de“: Bei­de Chö­re prä­sen­tier­ten gemein­sam mit dem Orches­ter eine Ver­si­on des Bach-Cho­rals.

Ein paar Jahr­hun­der­te spä­ter datiert der Ursprung des nächs­ten Stücks: Juliet Chris­to­pher beglei­te­te sich am Flü­gel selbst zu „Have yours­elf a mer­ry litt­le Christ­mas“. Von zart gehauch­ten Zei­len bis hin zu stimm­ge­wal­ti­gen Pas­sa­gen begeis­ter­te sie mit ihrer glo­cken­kla­ren Alt­stim­me.

Zum Abschluss war noch ein­mal der Mit­tel-/Ober­stu­fen­chor an der Rei­he: Auf das augen­zwin­kernd-las­zi­ve „San­ta Baby“ der Schü­le­rin­nen ant­wor­te­ten die Schü­ler mit einem swin­gen­den „Hol­ly Jol­ly Christ­mas“. Das offi­zi­el­le Pro­gramm been­de­te der voll­stän­di­ge gemisch­te Chor mit „Some nights“, mit Solo-Ein­la­gen von Juliet Chris­to­pher und Johan­nes Bur­ck­hardt, erneut am Flü­gel beglei­tet von Kat­rin Kieck­hae­fer-Wüst. An der Per­cus­sion glänz­te, wie in vie­len Stü­cken des Abends, Han­nes Schwinn.

In einer kur­zen Anspra­che begrüß­te Schul­lei­ter Joa­chim Phil­ipp die Schü­le­rin­nen und Schü­ler, Eltern, Groß­el­tern, Kol­le­gen, Ehe­ma­li­ge und Freun­de der Schu­le und zeig­te sich stolz auf die Dar­bie­tun­gen von ins­ge­samt über 100 sei­ner Schü­le­rin­nen und Schü­ler. Das Mot­to sei­nes Advents­ka­len­ders „Ein Licht fin­den in allen Din­gen“ leuch­te­te für ihn durch den gan­zen Abend hin­durch: Die musi­ka­li­schen Bei­trä­ge sei­en für ihn ein wär­men­des Licht in dunk­len Tagen. Ein sol­ches Licht müs­se aber auch erst ent­facht wer­den – so dank­te er zunächst den Eltern für die Vor­ar­beit, aber natür­lich beson­ders den Musik-Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen, allen vor­an Julia Ruch und Sabi­ne Krings. Auch die unter­stüt­zen­den Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen, Ehe­ma­li­gen, Solis­ten und Tech­ni­ker wur­den mit klei­nen Prä­sen­ten geehrt.

Als Zuga­be gab es „Heal the world“, gesun­gen von allen Betei­lig­ten des Abends, ver­bun­den mit einem Spen­den­auf­ruf: die Samm­lung am Aus­gang ging zu glei­chen Tei­len an die Musik­fach­schaft zur Auf­sto­ckung des Instru­men­ten-Inven­tars und an die Hilfs­pro­jek­te in El Moli­no und Kaga­di.

Der ehe­ma­li­ge Schul­lei­ter Horst Linier freu­te sich, ein­mal wie­der in der ers­ten Rei­he Platz zu neh­men. Er zeig­te sich über­wäl­tigt von der Viel­sei­tig­keit des Pro­gramms. Beson­ders freu­te ihn, „dass so vie­le jun­ge Schü­le­rin­nen und Schü­ler in die Ensem­bles hin­ein­ge­kom­men sind!“ Auch über den gestie­ge­nen Män­ner­stim­men-Anteil im Chor freu­te sich Linier, selbst pas­sio­nier­ter Sän­ger in Wald­hils­bach. Für Bür­ger­meis­ter Frank Volk ist das Kon­zert am MBG eben­falls fes­ter Bestand­teil der Vor­weih­nachts­zeit. „Es ist immer wie­der schön, an mei­ne alte Schu­le zurück­zu­kom­men. Beson­ders beein­dru­ckend fand ich heu­te die gro­ße Band­brei­te an Ensem­bles und talen­tier­ten Solis­ten. Dass die Schü­ler aus ver­schie­de­nen Jahr­gän­gen gemein­sam mit Ehe­ma­li­gen und Lehr­kräf­ten musi­zie­ren, ist berüh­rend.“ Lei­na und Anouk aus der 5a waren ein­fach von allen Bei­trä­gen begeis­tert. Nach etwas Nach­den­ken konn­ten sie sich aber doch ent­schei­den: „Am meis­ten hat uns das Solo von Kim und Johann gefal­len, und natür­lich die Zuga­be, bei der alle gemein­sam gesun­gen haben!“ (We)

Anes­ka Kos an der Har­fe

 

Heal the world, make it a bet­ter place

Advents­ba­zar am Max-Born-Gym­na­si­um

Von stim­mungs­vol­len Klän­gen erfüllt war am 29. 11. 2019 die Aula des Max-Born-Gym­na­si­ums. Tra­di­tio­nell am Frei­tag vor dem ers­ten Advent hat­te die Schul­ge­mein­schaft zum Weih­nachts­ba­zar zuguns­ten der bei­den von der Schu­le unter­stütz­ten Hilfs­pro­jek­te El Moli­no (Boli­vi­en) und Kaga­di (Ugan­da) ein­ge­la­den.

Zur fei­er­li­chen Eröff­nung gab der Chor aller Fünft­kläss­ler unter der Lei­tung von Sabi­ne Krings und der Kla­vier-Beglei­tung von Alva­ro Blu­men­stock drei Stü­cke zum Bes­ten: Los ging es mit dem fröh­li­chen Titel „Jetzt ist Weih­nach­ten schon ganz nah“. Beim  Song „Uh a lay lay“ (nach einem poly­ne­si­schen Tra­di­tio­nal) hat­te der Chor Unter­stüt­zung von der Strei­cher­klas­se der 5a: Obwohl die Kin­der erst vor weni­gen Tagen die Gei­gen, Brat­schen und Cel­li als Leih­ge­rä­te bekom­men hat­ten, konn­ten sie schon als Piz­zi­ca­to-Ensem­ble glän­zen. Bei „Heal the World“ strahl­ten Kim Erben, Anni Merz, Johann Bur­ck­hardt und Nico Tido­na mit char­man­tem Solo­ge­sang zur Chor­be­glei­tung Herz­wär­me aus.

Schul­lei­ter Joa­chim Phil­ipp dank­te in einer kur­zen Anspra­che allen Betei­lig­ten, stell­ver­tre­tend den bei­den Haupt-Orga­ni­sa­to­rin­nen, den Leh­re­rin­nen Anke Thr­ei­mer und Michae­la Rau­ter­berg, sowie Simo­ne Schmitt als Ver­tre­te­rin der Eltern. Dan­kend erwähn­te er die Stadt­gärt­ne­rei für die Spen­de der Weih­nachts­bäu­me, sowie den Lions-Club Neckar­ge­münd, der seit vie­len Jah­ren das Tan­nen­grün und die Mis­tel­zwei­ge spen­det, so dass in den ver­gan­ge­nen Tagen Dut­zen­de Krän­ze gebun­den wer­den konn­ten. Nicht zuletzt dank­te er den Gäs­ten im Vor­aus für ihre Kauf- und Spen­den­be­reit­schaft. In erns­ten Wor­ten ver­deut­lich­te er die pre­kä­re Situa­ti­on, in der sich die boli­via­ni­schen und ugan­di­schen Freun­de befin­den, so dass das hier gesam­mel­te Geld gera­de jetzt wie­der über­le­bens­wich­tig ist.

Im Anschluss begann der eigent­li­che Bazar: Seit Wochen schon hat­ten die Schü­le­rin­nen und Schü­ler mit Unter­stüt­zung ihrer Lehr­kräf­te und mit tat­kräf­ti­gem Eltern-Ein­satz geschnit­ten, gefal­tet, geklebt, genäht, gemalt und gewer­kelt. So konn­te in den Klas­sen­zim­mern im ers­ten Stock eine beein­dru­cken­de Viel­falt von Pro­duk­ten ange­bo­ten wer­den: Von Glücks­tü­ten über Fens­ter­bil­der und Draht­ster­ne, Bade­per­len, Sirup, Christ­mas Cra­ckers bis hin zum Baum­schmuck, um nur eini­ge Bei­spie­le zu nen­nen, war alles gebo­ten. Im Geist des Kli­ma­schut­zes und der Nach­hal­tig­keit waren dies­mal auch ver­stärkt Upcy­cling-Bas­te­lei­en zu sehen: Schreib­blö­cke und Laven­del­säck­chen aus Fehl­ko­pien, Wachs­tü­cher für die Küche, Deko-Objek­te aus alten Schall­plat­ten sei­en stell­ver­tre­tend genannt. Auch für das leib­li­che Wohl war gesorgt: Crê­pes- und Waf­fel­stän­de sowie eine Glüh­wein- und Punsch-Bude ergänz­ten das wie­der ein­mal her­vor­ra­gend bestück­te Eltern-Café, das die­ses Mal im Musik­saal statt­fand.

„Wir haben rich­tig viel für die Hilfs­pro­jek­te ein­ge­nom­men!“ freu­te sich Car­la aus der 5a. Ganz im Sin­ne des Songs zum Ein­stieg nutz­te die Schul­ge­mein­schaft die Gele­gen­heit, die Welt ein klei­nes Stück­chen bes­ser zu machen. Nico­la Win­ter berich­te­te begeis­tert vom Krän­ze-Bin­den in der Vor­be­rei­tung: „So eine ange­neh­me Stim­mung – Fünft­kläss­ler lie­ßen sich von Zehnt­kläss­lern und Müt­tern zei­gen, wie es geht, und auch für eini­ge Müt­ter war es das ers­te Mal, einen Advents­kranz zu bin­den. Es herrsch­te so eine net­te Atmo­sphä­re.“ So trug der Bazar nicht nur dazu bei, das Leben in El Moli­no und Kaga­di ein wenig erträg­li­cher zu machen, son­dern hob auch in Neckar­ge­münd für so man­chen die Lau­ne.