487617 Ingethier­ing kreist durchs Welt­all

Aste­ro­id nach MBG-Leh­re­rin benannt

Seit vie­len Jah­ren betreut Dr. Inge Thier­ing Schü­ler­grup­pen bei der Inter­na­tio­na­len Aste­ro­iden­su­che. Hier wer­ten die Schü­le­rin­nen und Schü­ler selbst­stän­dig Bil­der aus, die digi­tal von den gro­ßen Welt­raum­te­le­sko­pen auf die Schul­rech­ner über­tra­gen wer­den. Inter­es­san­ter­wei­se ist das mensch­li­che Auge bei der Inter­pre­ta­ti­on die­ser Bil­der der künst­li­chen Intel­li­genz auch heu­te noch über­le­gen.

Wenn eine Grup­pe glaubt, einen Aste­ro­iden ent­deckt zu haben, muss die­se Ent­de­ckung erst in auf­wän­di­gen, mehr­stu­fi­gen Pro­zes­sen bestä­tigt wer­den, bevor dann die Ent­de­cker den Aste­ro­iden benen­nen dür­fen. Auch dann dau­ert es noch ein­mal eine Wei­le, bis die Benen­nung bestä­tigt ist. Ein sol­cher gro­ßer Moment fand gera­de statt. Bereits 2012 fan­den die dama­li­gen MBG-Schü­ler Dway­ne D. Win­ni­kes und Mar­vin Trit­sch einen Aste­ro­iden im soge­nann­ten Main Belt unse­res Son­nen­sys­tems.

Im Jahr 2017 – da hat­ten bei­de längst ihr Abitur – wur­den sie offi­zi­ell von der Inter­na­tio­na­len Astro­no­mi­schen Uni­on als Ent­de­cker aner­kannt und durf­ten einen Namens­vor­schlag ein­rei­chen. Sie ent­schie­den sich, damit ihre enga­gier­te Leh­re­rin Dr. Inge Thier­ing zu ehren. Im Okto­ber 2019 wur­de der Aste­ro­id gemäß des Namens­vor­schlags unse­rer bei­den ehe­ma­li­gen Schü­ler benannt. Ab sofort zieht also ein Aste­ro­id namens 487617 Ingethier­ing sei­ne Bah­nen. (We)

Stop the thief!

White Hor­se Theat­re für die Ori­en­tie­rungs­stu­fe des MBG

„Are you famous?“ – „What’s your favou­ri­te place to go on holi­day?“ – „Have you got any pets?“ – Waren die Fra­gen anfangs noch zöger­lich gekom­men, konn­ten die Schau­spie­ler des eng­li­schen White Hor­se Theat­re zum Schluss hin die neu­gie­ri­ge Fra­ge­flut der Fünft­kläss­ler kaum noch brem­sen. Gedul­dig und gut gelaunt beant­wor­te­ten sie Fra­gen zu ihren Hob­bies, Lieb­lings­far­ben, ihren Deutsch­kennt­nis­sen und Lieb­lings-Com­pu­ter­spie­len, und vie­le mehr. Zuvor hat­ten die Kin­der bereits begeis­tert ein knapp ein­stün­di­ges Thea­ter­stück kom­plett in eng­li­scher Spra­che gese­hen.

Tra­di­tio­nell in jedem zwei­ten Jahr im Okto­ber gas­tiert die Thea­ter­trup­pe am Max-Born-Gym­na­si­um, so auch am 18. 10. 2019. Im Gepäck hat­ten sie die­ses Mal für unse­re 5. und 6. Klas­sen den Kin­der-Kri­mi „Hones­ty“ aus der Feder des Thea­ter­grün­ders, Peter Grif­fith. Dank der groß­zü­gi­gen Unter­stüt­zung des Freun­des­krei­ses konn­ten die Kin­der zum güns­ti­gen Preis ein tol­les Thea­ter­stück in ori­gi­nal eng­li­scher Spra­che sehen. Durch sepa­ra­te Auf­füh­run­gen für die bei­den Jahr­gän­ge war dafür gesorgt, dass die Schau­spie­ler von allen Plät­zen aus gut zu hören waren.

Die Hand­lung war span­nend und lus­tig zugleich: Die Geschwis­ter Annie und Tim wer­den Zeu­ge, wie ein ver­schla­ge­ner Dieb ihrer alten Nach­ba­rin die Hand­ta­sche ent­wen­det. Sogleich neh­men sie die Ver­fol­gung auf. Eine Zug­fahrt – ohne Ticket – spä­ter setzt sich die Ver­fol­gungs­jagd quer durch Lon­don fort. Im Café und beim Fri­seur ver­su­chen die Kin­der erfolg­los, die Hand­ta­sche zurück­zu­er­obern, bis sie schließ­lich mit Hil­fe einer cle­ve­ren List – und einer umsich­ti­gen Poli­zis­tin – nicht nur für die Ver­haf­tung des Diebs sor­gen, son­dern auch noch eine Beloh­nung von 50 Pfund von der dank­ba­ren Nach­ba­rin ein­heim­sen.

Das mit Musik, Tän­zen, Kla­mauk und Slap­stick ange­rei­cher­te Stück war in ein­fa­cher Spra­che gehal­ten, so dass auch die Sprach-Anfän­ger der Hand­lung gut fol­gen konn­ten. Zur Freu­de ihrer Eng­lisch­leh­re­rin­nen bewie­sen die Kin­der ihre eng­li­schen Sprach­kennt­nis­se nicht nur dadurch, dass sie an den „rich­ti­gen“ Stel­len im Stück lach­ten und bei der Fest­nah­me des Diebs applau­dier­ten, son­dern auch durch die inter­es­sier­ten Fra­gen an die vier­köp­fi­ge jun­ge Thea­ter­trup­pe aus Eng­land, Dubai und Süd­afri­ka.

Die Begeis­te­rung der Kin­der war im Anschluss groß: Ange­li­que (5d) resü­mier­te: „Obwohl ich nicht jedes Wort kann­te, habe ich die Geschich­te gut ver­stan­den. Die Schau­spie­ler haben ein­fach toll gespielt!“ Sophie (5a) fand: „Annie und Tim waren lus­tig. Ich habe mich gefreut, als der Dieb gefan­gen wur­de. Und es war eine tol­le Abwechs­lung, ein Stück auf Eng­lisch zu sehen!“ Valen­tin, Daria, Anouk und Alon­zo (5a) fan­den beson­ders die Tän­ze aus Fort­ni­te und „Baby Shark“ erwäh­nens­wert. Max (5d) lob­te die lus­ti­gen Sze­nen: „Usain Bolt und Tay­lor Swift als Wachs­fi­gu­ren waren toll!“ Jonas (5a) freu­te sich beson­ders über die Fra­ge­run­de, genau wie Aron (5d): „Ich fand es toll, dass wir mit jeman­dem spre­chen konn­ten, der ein rich­ti­ger Eng­län­der ist!“ und Eli­se (5d): „Die Schau­spie­ler waren so freund­lich und lus­tig, als sie unse­re Fra­gen beant­wor­tet haben.“ (We)

 

Tol­le Leis­tung des MBG-Teams beim Tag der Mathe­ma­tik in Hei­del­berg

Einen her­vor­ra­gen­den 6. Platz bei 23 teil­neh­men­den Teams konn­te das Ober­stu­fenteam des MBG beim dies­jäh­ri­gen „Tag der Mathe­ma­tik“ an der Uni­ver­si­tät Hei­del­berg errin­gen. Fünf Schü­le­rin­nen und Schü­ler der Kurs­stu­fe 2 tra­ten in Beglei­tung des Mathe­ma­tik­leh­rers Chris­to­pher Breu­nig bei die­sem Wett­be­werb für das Max-Born-Gym­na­si­um an: Jakob Staudt, Ans­hel Nohl, Lau­ra Beck, Jas­per Kania und Fran­zis­ka Dürr.

Die Uni­ver­si­tät Hei­del­berg bie­tet jedes Jahr den „Tag der Mathe­ma­tik“ für mathe­be­geis­ter­te Schü­le­rin­nen und Schü­ler aus der Regi­on an. An die­sem Tag fin­det immer ein Team­wett­be­werb statt, bei dem die ein­zel­nen Teams der Schu­len gegen­ein­an­der antre­ten. Hier­bei wer­den Auf­ga­ben aus ver­schie­de­nen Berei­chen der Mathe­ma­tik gestellt, z.B. ging es die­ses Jahr um den kür­zes­ten Weg bei einer Wan­der­tour oder um die Anord­nung von ver­schie­den­far­bi­gen Per­len bei Arm­bän­dern. Neben dem Wett­be­werb stand in die­sem Jahr ein Vor­trag über die Rie­mann­sche Ver­mu­tung auf der Tages­ord­nung, eines der bis­her noch unge­lös­ten soge­nann­ten Mill­en­ni­um-Pro­ble­me der Mathe­ma­tik. Wer eines die­ser Pro­ble­me lösen kann, dem winkt ein Preis­geld von 1 Mil­li­on US-Dol­lar. Anschlie­ßend konn­ten sich die Schü­le­rin­nen und Schü­ler noch mit Mathe­ma­tik­stu­die­ren­den aus­tau­schen und so mehr über das Stu­di­um und das Uni­le­ben in Hei­del­berg erfah­ren.

Die Fach­schaft Mathe­ma­tik bedankt sich für das Enga­ge­ment der Schü­le­rin­nen und Schü­ler und gra­tu­liert herz­lich zu die­sem groß­ar­ti­gen Ergeb­nis! (Bn)