Besuch der BASF

Der Besuch von wis­sen­schaft­li­chen Ein­rich­tun­gen oder Indus­trie­be­trie­ben ist immer wie­der ein High­light im nw-Unter­richt am MBG Neckar­ge­münd, so auch bei der Exkur­si­on des Bio­lo­gie-Kur­ses von Frau Steck zum Bio­tech-Labor der BASF. Bes­tens vor­be­rei­tet durch den Unter­richt zur Mole­ku­lar­bio­lo­gie und Gen­tech­nik star­te­ten die Schü­le­rin­nen und Schü­ler hoch­mo­ti­viert in die anspruchs­vol­len Ver­suchs­rei­hen. Unter­sucht wur­de die Hit­ze­be­stän­dig­keit von Enzy­men eben­so wie die Trans­for­ma­ti­on bei Bak­te­ri­en. Lea Gra­bow­ski zeig­te sich hier beson­ders beein­druckt vom zur Ver­fü­gung gestell­ten tech­ni­schen Equip­ment, ins­be­son­de­re den mit hoher Prä­zi­si­on arbei­ten­den Pipet­ten.

In einem wei­te­ren Prak­ti­kums­ver­such lös­ten die Jugend­li­chen ein Rät­sel rund um gen­ver­än­der­ten Mais unter Ein­satz auf­wän­di­ger Labor­me­tho­den. „Toll, dass wirk­lich jeder von uns eine Gel-Elek­tro­pho­re­se durch­füh­ren durf­te“, merk­te Anna Zep­nik an, wäh­rend Seli­na Fath beson­ders das selbst­stän­di­ge Arbei­ten in den Zwei­er­teams, aber auch die gegen­sei­ti­ge Unter­stüt­zung zwi­schen den Arbeits­grup­pen beton­te –

Ins­ge­samt also ein span­nen­der und äußerst gewinn­brin­gen­der Tag im Bio­tech-Labor, von dem Schü­ler und Leh­re­rin rest­los begeis­tert waren.

 

Han­na Steck

Info-Abend Plas­tik

Der Che­mie­kurs der Kurs­stu­fe 2 von Dr. Nele Welter hat sich zum Ziel gesetzt, die Neckar­ge­mün­der umfang­reich über das The­ma Plas­tik zu infor­mie­ren. Begin­nend mit einem ein­drück­li­chen Kurz­vor­trag zum The­ma „Plas­tik in Zah­len“, erklär­ten die Schü­le­rin­nen und Schü­ler die che­mi­sche Grund­la­ge von Kunst­stof­fen, das Pro­blem von pri­mä­rem und sekun­dä­rem Mikro­plas­tik, den Mikro­plas­tik­kreis­lauf und die Pro­ble­me des Recy­clings. Sie beleuch­te­ten die Abfall­ent­sor­gung Rhein-Neckar und nah­men sich die Vor­ge­hens­wei­se der „Plas­tik­pi­ra­ten“ zum Vor­bild, um die Ver­schmut­zung der Elsenz und des Neckars zu unter­su­chen. Auch die Müll­men­ge auf dem Schul­ge­län­de wur­de den Besu­chern bild­haft vor Augen geführt. Die Schüler/innen hat­ten sich im Vor­feld bereits Gedan­ken gemacht, wie der Plas­tik­ver­brauch am MBG und in ganz Neckar­ge­münd redu­ziert wer­den kann.

Ganz nach dem Mot­to von Kul­tus­mi­nis­te­rin Susan­ne Eisen­mann: Holt die Schü­ler von der Stra­ße zurück in die Schu­le, holt das The­ma Kli­ma­schutz in die Schu­le – hat­te Frau Dr. Welter gemein­sam mit ihrem Che­mie­kurs Tho­mas König­stein, Kli­ma­schutz­ma­na­ger der Stadt Bra­cken­heim, ein­ge­la­den. Die­ser schlug vor, sein Pro­jekt „KLI­MA­fair (ver­pa­ckungs­arm) ein­kau­fen“ aus Bra­cken­heim auch in Neckar­ge­münd ein­zu­füh­ren. Die von sei­nem Arbeits­kreis erstell­ten Doku­men­te wür­den ger­ne und kos­ten­frei wei­ter­ge­ge­ben. In Bra­cken­heim brin­gen die Kun­den Plas­tik- oder Glas­be­häl­ter sowie Brot­beu­tel mit, um fri­sche Ware direkt in die­se Behäl­ter abge­füllt zu bekom­men. Damit die Hygie­ne­vor­schrif­ten ein­ge­hal­ten wer­den, d.h. damit der Ver­käu­fer die Behäl­ter nicht berüh­ren muss, wer­den die­se auf ein Tablett gestellt. Der Kun­de schließt die Behäl­ter nach dem Befül­len selbst.

Am Anfang nutz­ten ca. 10 Kun­den pro Woche das plas­tik­freie Tablett­sys­tem – inzwi­schen sind es 80 Kun­den pro Woche, die in den 21 betei­lig­ten Geschäf­ten in Bra­cken­heim auf die­se Wei­se ein­kau­fen. Mit dem Mot­to „Pri­ma Kli­ma in der Tasche“ set­zen die Ein­zel­händ­ler in Bra­cken­heim auf Image­ge­winn und Abgren­zung von den Dis­coun­tern, die sich nicht betei­li­gen. Bra­cken­heim erhielt 2018 die mit 25.000€ dotier­te Aus­zeich­nung „Kli­ma­ak­ti­ve Kom­mu­ne“.

Im Anschluss an die Vor­trä­ge stell­ten die zahl­rei­chen Besu­cher vie­le Fra­gen an Tho­mas König­stein und sam­mel­ten gemein­sam Ideen für Neckar­ge­münd. Auch Susan­ne Lang, Kli­ma­schutz­ma­na­ge­rin der Stadt Neckar­ge­münd, und Dr. Gil­bert Wal­ter, Vor­sit­zen­der des Neckar­ge­mün­der Kli­ma­schutz­bei­rats, betei­lig­ten sich an der Dis­kus­si­on und Ideen­samm­lung.

2. Platz bei Explo­re Sci­ence

„Wir waren sehr über­rascht, als unse­re Team­num­mer auf­ge­ru­fen wur­de und haben uns sehr über den zwei­ten Platz gefreut!“, mein­te Meriel Kos aus der 6b. Gemein­sam mit ihrer gro­ßen Schwes­ter Anez­ka aus der 8a hat­te sie für den Explo­re Sci­ence Wett­be­werb eine Musik­box gebaut. Die Vor­ga­be war, dass das Instru­ment selbst­tä­tig drei Tak­te von Bach spie­len kann. Drei Wochen lang bau­ten die Schü­le­rin­nen täg­lich an ihrer Musik­box, wel­che aus einem Kur­bel­an­trieb mit Wel­le und Häm­mer­chen, die ein Xylo­phon anspie­len, besteht.

Schul­lei­ter Joa­chim Phil­ipp ließ sich die Musik­box vor­füh­ren und war begeis­tert von der Prä­zi­si­on, mit der die Schü­le­rin­nen gear­bei­tet haben. So kam es nicht nur auf den genau­en Abstand der Stä­be auf der Wal­ze an, son­dern auch auf die Mate­ri­al­ei­gen­schaf­ten des ver­wen­de­ten Schaum­stoffs. Mehr­fach muss­ten im Bau­pro­zess Ände­run­gen und Anpas­sun­gen vor­ge­nom­men wer­den.

„Wir haben im Prin­zip eine Hand nach­ge­baut, die die Melo­die spielt.“, erklär­te Anze­ka. Im Vor­feld hat­te das jun­ge Team ver­schie­de­ne Ideen gesam­melt und wie­der ver­wor­fen. Eine der ver­wor­fe­nen Ideen war ein Mur­mel­sys­tem zu bau­en.

Ins­ge­samt nah­men 20 Schü­ler­grup­pen des MBG am Wett­be­werb Explo­re Sci­ence teil. Sie wähl­ten jedoch ande­re Auf­ga­ben und hat­ten mit mehr Kon­kur­renz zu kämp­fen. Die Auf­ga­be mit der Musik­box war auf­grund ihrer Kom­ple­xi­tät tat­säch­lich „nur“ von 20 Teams aus ver­schie­de­nen Schu­len gewählt wor­den.

Explo­re Sci­ence sind die natur­wis­sen­schaft­li­chen Erleb­nis­ta­ge der Klaus Tschi­ra-Stif­tung, die jedes Jahr im Früh­som­mer 50.000 Besu­cher in den Mann­hei­mer Lui­sen­park locken.

Die betreu­en­de Leh­re­rin, Dr. Nele Welter, war sehr stolz auf ihre Schü­le­rin­nen, die auch in der Sci­ence AG des MBG ihr Talent unter Beweis stel­len.

Meriel und Anez­ka sind auch in vie­len ande­ren Berei­chen sehr begabt. Bei­de sind exzel­len­te Musi­ke­rin­nen: Meriel spielt Kla­vier und Anez­ka Har­fe. Sie tra­ten bereits bei vie­len Ver­an­stal­tung des MBG auf und gewan­nen Prei­se beim Wett­be­werb „Jugend musi­ziert“. Kein Wun­der also, dass ihnen die Auf­ga­be eine Musik­box zu bau­en am bes­ten gefiel.