Eras­mus+ TASTE Tag 1 und 2

Erasmus+TASTE Sci­ence Aus­tausch am Max-Born Gym­na­si­um: Bericht zu Tag 1 und 2:

Am Abend des 23. Okto­ber 2022 kamen unse­re Aus­tausch­part­ne­rIn­nen aus Thes­sa­lo­ni­ki in Grie­chen­land, Mode­na in Ita­li­en und aus Tie­nen in Bel­gi­en an. Wir emp­fin­gen sie mit einen Buf­fet im Foy­er unse­rer Schu­le. Jede(r) bekam außer­dem einen Turn­beu­tel mit TASTE Logo, in wel­chem sich unser Schul-MBGym Trink­be­cher, vie­le klei­ne Astro-gad­gets und Infos über die Pro­gramm­punk­te und Neckar­ge­münd befan­den.

Nach die­ser ers­ten Begrü­ßung ging es zum Abend­essen in die Gast­fa­mi­li­en.

Der nächs­te Tag begann bei uns am Max-Born Gym­na­si­um mit einer Rede, die Frau Hart­mann stell­ver­tre­tend für den zu der Zeit erkrank­ten Herrn Phil­lipp als Begrü­ßung für die Aus­tausch­schü­le­rIn­nen hielt.

Wei­ter ging es damit, dass die Schü­le­rIn­nen unse­rer Schu­le den Cup-Song mit einem von Frau Thier­ing geschrie­ben Text über das TAS­TE-Pro­jekt vor­tru­gen, und die ande­ren Schü­le­rIn­nen eine Ein­lei­tung dar­in beka­men, wie der Cup-Song funk­tio­niert, sodass sie mit ihren neu­en MBGym Cups gleich mit­ma­chen konn­ten. Anschlie­ßend führ­ten wir Schü­le­rIn­nen unse­re Gäs­te in klei­nen Grup­pen durch unser Schul­haus bevor wir uns alle wie­der zu Astro­no­mie-Unter­richts­ein­hei­ten, die von den Bewe­gun­gen der Ster­ne am Him­mel han­del­ten, tra­fen.

Nach dem dar­auf­fol­gen­den Mit­tag­essen in der Men­sa ging es am Nach­mit­tag mit der Bahn los nach Hei­del­berg zum Schloss, wo wir eine inter­es­san­te Füh­rung durch das Hei­del­ber­ger Schloss beka­men, nach der wir noch etwa 1,5h frei in Hei­del­berg bewe­gen konn­ten, sodass jede(r) sei­ne per­sön­li­chen Favo­ri­ten aus Hei­del­berg den Aus­tausch­schü­le­rIn­nen zei­gen konn­ten, wie z.B. den Bis­marck­platz, die Neckar­wie­se und natür­lich auch die wun­der­schö­ne Alt­stadt Hei­del­bergs. Treff­punkt war dann am Hei­del­ber­ger Alt­stadt Bahn­hof, von wo es wie­der zurück zur Schu­le ging, wo die Aus­tausch­schü­le­rIn­nen schon von ihren Gast­fa­mi­li­en erwar­tet wur­den.

Nele D., K1

Besuch der Kunst­hal­le Mann­heim mit Pick­nick

Eini­ge Schü­le­rin­nen, zum Teil mit ihren Müt­tern, waren der Ein­la­dung zum Aus­stel­lungs­be­such 1,5 Grad – Ver­flech­tun­gen von Leben, Kos­mos, Tech­nik mit anschlie­ßen­dem Pick­nick am Was­ser­turm gefolgt. Dr. Doro­thee Höfert, Lei­te­rin der Kunst­ver­mitt­lung, führ­te die Grup­pe des MBG durch die Aus­stel­lung und nahm alle mit auf eine sehr viel­fäl­ti­ge Betrach­tungs­wei­se der Ver­flech­tung von Leben, Kos­mos und Tech­nik. Mit ihrer anspre­chen­den und direk­ten Art gelang es ihr, alle Anwe­sen­den zum nähe­ren Betrach­ten der Kunst­wer­ke anzu­re­gen. Infor­ma­tio­nen zur Arbeits­wei­se und Tech­nik der Künst­le­rin­nen und Künst­ler, Inter­pre­ta­ti­ons­an­sät­ze für die Wer­ke und bio­gra­phi­sche Details ermög­lich­ten den Besu­chern einen direk­ten Zugang zu den Wer­ken der aktu­el­len Aus­stel­lung, die sich über alle Ebe­nen der Kunst­hal­le Mann­heim erstreckt.

Frau Dr. Höferts Füh­rung begann mit Eugen Brachts „Mit­tags­pau­se“ (1906), wel­che ein Stahl­werk mit Rauch- und Abgas­ent­wei­chun­gen in ver­schie­de­nen Farb­nu­an­cen zeigt sowie Arbei­te­rin­nen, die sich in der Mit­tags­pau­se außer­halb der Fabrik befin­den. In die­sem Werk zeigt sich die Ver­knüp­fung von frü­her und heu­te, denn in der Zeit der Indus­tria­li­sie­rung begann eigent­lich bereits die heu­ti­ge Kli­ma­kri­se, die Eugen Bracht in die­sem Aus­maß wahr­schein­lich nicht vor­her­ge­se­hen hat. Damals war man fas­zi­niert von den Mög­lich­kei­ten, die es zu ent­de­cken galt.

Wei­ter ging es mit einem Sprung in die Moder­ne mit Dani­el Cano­gars Video­in­stal­la­ti­on Phlo­em aus dem Jahr 2023, in der er sich der Fra­ge wid­met „Woher kommt die Ener­gie in Deutsch­land“. Das Kunst­werk wur­de eigens für die Aus­stel­lung in der KUMA ent­wi­ckelt und zeigt durch sich bewe­gen­de und inein­an­der ver­wo­be­nen Bah­nen das kom­ple­xe Strom­netz­werk Deutsch­lands von Koh­le- und Atom­ener­gie bis hin zu erneu­er­ba­ren Ener­gien zu ver­schie­de­nen Tages- und Nacht­zei­ten.

Aus Natur­ma­te­ria­li­en hat Ernes­to Neto 2021 sei­ne Instal­la­ti­on mit dem Namen O Be Vi de Só e Té, Agra­degeschaf­fen, in der sich die Besu­cher der Aus­stel­lung auf poe­ti­sche Wei­se mit der Ver­bin­dung zwi­schen Ura­nus und Gaia – Him­mel und Erde aus­ein­an­der­set­zen kön­nen. Der warm und ein­la­dend gestal­te­te offe­ne Raum, der bar­fuß betre­ten wer­den darf, lädt zum Phi­lo­so­phie­ren ein über die eige­ne Bezie­hung zur Umwelt. Ernes­to Neto möch­te die Men­schen mit sei­ner Kunst davon über­zeu­gen, wie wich­tig es ist, auf die Pro­zes­se der Natur zu ach­ten.

Die col­la­bo­ra­ti­ve Häkel­kunst von Chris­ti­ne und Mar­ga­ret Wert­heim in Form des Neon Islands und des Toxic Islands regt die Besu­cher an, über die Bedro­hung der Welt­mee­re und ins­be­son­de­re des Gre­at Bar­ri­er Reefs in Aus­tra­li­en nach­zu­den­ken. Zahl­rei­che Men­schen auf der gan­zen Welt haben dazu bei­getra­gen, dass die Kunst­wer­ke der Schwes­tern Wert­heim ent­ste­hen konn­ten, indem sie gehä­kel­te Koral­len und ande­re Mee­res­pflan­zen an das „Insti­tu­te for Figu­ring“ gesandt haben, wel­ches von Chris­ti­ne und Mar­ga­ret Wert­heim in Los Ange­les gegrün­det wur­de.

Romu­ald Hazo­umès Rat Sin­ger: Second Only to God aus dem Jahr 2013 setzt sich kri­tisch mit der Gier inter­na­tio­na­ler Fir­men bei der Heiz­öl­raf­fi­ne­rie aus­ein­an­der. Das sin­ken­de Boot inmit­ten eines Mee­res von Ben­zin­ka­nis­tern zeigt unter­ge­hen­de wei­ße Köp­fe und eine Rat­te, die auf Geld­kof­fern sitzt. So wie es aus­schaut, wird die Rat­te even­tu­ell als ein­zi­ge über­le­ben.

Pas­send hier­zu setzt sich die Video­in­stal­la­ti­on des Umwelt­ak­ti­vis­ten Juli­an Char­riè­re Con­trol­led Burn aus dem Jahr 2022 mit dem The­ma Ölge­win­nung in der Nord­see aus­ein­an­der. Die­ses Key­vi­su­al der aktu­el­len Aus­stel­lung zeigt, dass es so nicht wei­ter­ge­hen kann nach dem Mot­to „Wir fackeln unse­re Welt ab“. Die rück­wärts lau­fen­de Video­in­stal­la­ti­on zeigt Feu­er­werks­kör­per, die bei Nacht und Nebel auf einer Ölplatt­form in der Nord­see abge­schos­sen wer­den. Die anwe­sen­den Schü­le­rin­nen waren begeis­tert von den beein­dru­cken­den Bil­dern und den aus Feu­er und Nacht­him­mel ent­ste­hen­den Far­ben.

Auch Bahzad Sulai­mans Licht­in­stal­la­ti­on Resur­rec­tion, in der aus­ran­gier­te Haus­halts­elek­tro­ge­rä­te in ver­schie­de­nen Far­ben leuch­tend als Turm arran­giert sind aus dem Orches­ter­mu­sik schallt, beein­druck­te. Es wirk­te so, als wür­den die Gerä­te mit­ein­an­der kom­mu­ni­zie­ren.

Tomas Klei­ners „krea­ti­ves Arbeits­zim­mer“ mit­ten im Muse­um, in dem er in per­for­ma­ti­ver künst­le­ri­scher Arbeit „arten­über­grei­fen­de“ Flug­ob­jek­te zeich­net und selbst her­stellt, ließ die MBG-Grup­pe stau­nen. Tomas Klei­ner lässt Pflan­zen ver­schie­de­ner Art mit Bal­lons aus Mais­stär­ke durch die Gegend flie­gen.

Oto­bong Nkan­gas rie­si­ger Wand­tep­pich mit dem Titel Unear­thed Twi­light, wel­cher die Ver­bun­den­heit von Meer und Land dar­stellt, nahm die Betrach­ter in den Bann. Kör­per­tei­le, die an Land geschwemmt wer­den, erin­nern unwei­ger­lich an Flücht­lings­schick­sa­le.

Anselm Kie­fers 14-teil­i­ger Zyklus The Secret Life of Plants, der dem eng­li­schen Natur­phi­lo­so­phen Robert Fludd gewid­met ist, greift die Leh­re auf, dass jede Pflan­ze einem Stern am Him­mel ent­spricht.

Nach vie­len Impres­sio­nen und einem leben­di­gen Vor­trag von Dr. Höfert mach­te man sich gemein­sam auf zum Pick­nick. Eini­ge Schü­le­rin­nen kehr­ten anschlie­ßend jedoch noch ein­mal in die KUMA zurück, um auch noch die Insek­ten­aus­stel­lung zu betrach­ten und vor allem um Juli­an Char­riè­res Video­in­stal­la­ti­on in vol­ler Län­ge noch ein­mal zu sehen.

Bereits seit 2016 koope­riert das Max-Born-Gym­na­si­um mit der Kunst­hal­le Mann­heim. Damals über­zeug­te das Kon­zept „SiM – Schu­len ins Muse­um“ der Lei­te­rin der Kunst­ver­mit­tung der Kunst­hal­le Mann­heim, Dr. Doro­thee Höfert, und Kunst­leh­rer Fré­dé­ric Bri­end die Jury von „Gemein­sam Neu­es schaf­fen“ bei der BASF.
Seit­dem ist viel gesche­hen: Die MBG-Skool­card wur­de ent­wi­ckelt und ermög­licht den Fami­li­en am MBG einen kos­ten­lo­sen Besuch der Kunst­hal­le Mann­heim.
Dr. Doro­thee Höfert kam mehr­fach ans MBG und hielt Vor­trä­ge für Schü­le­rin­nen und Schü­ler bei­spiels­wei­se zum archi­tek­to­ni­schen Kon­zept des Neu­baus. Zahl­rei­che Klas­sen pro­fi­tier­ten von Besu­chen der KUMA. Mehr­fach hat­ten MBG-Ober­stu­fen­schü­le­rin­nen und -schü­ler sogar die Mög­lich­keit, in der KUMA aus­zu­stel­len. Auch im Eras­mus-Kon­zept des MBG hat die Kunst­hal­le Mann­heim ein fes­tes Stand­bein und die teil­neh­men­den Schü­le­rin­nen und Schü­ler neh­men an eng­lisch­spra­chi­gen Füh­run­gen und Work­shops teil. Eine 5. Klas­se durf­te vor zwei Jah­ren bei der Ent­wick­lung einer Aug­men­ted Rea­li­ty App mit­wir­ken. Auch ein Kunst­pick­nick hat es bereits in Koope­ra­ti­on mit Frau Dr. Höfert gege­ben. Die­ses fand zu Zei­ten des Muse­um-Neu­baus im Skulp­tu­ren­park der ortho­pä­di­schen Kli­nik in Schlier­bach statt.

Dr. Doro­thee Höfert geht nun in den Ruhe­stand, unter­schrieb jedoch qua­si als letz­te „Amts­hand­lung“ noch eine Fort­füh­rung des Koope­ra­ti­ons­ver­trags mit dem MBG.

Fré­dé­ric Bri­end dank­te Frau Dr. Höfert im Namen der gan­zen Schu­le für die inten­si­ve und gewinn­brin­gen­de Zusam­men­ar­beit und über­reich­te ihr die Muse­u­mUfer­Card der Stadt Frank­furt, mit der sie ein Jahr lang alle 39 Muse­en in Frank­furt und Umge­bung kos­ten­los besu­chen kann.

30 Jah­re Städ­te­part­ner­schaft mit Mis­sou­la

Seit 30 Jah­ren besteht die Städ­te­part­ner­schaft zwi­schen dem US-ame­ri­ka­ni­schen Mis­sou­la und Neckar­ge­münd. Wer könn­te vor vie­len inter­es­sier­ten Schü­lern und Leh­rern des Max-Born-Gym­na­si­ums und städ­ti­scher Ver­tre­ter – der ehe­ma­li­ge CDU-Stadt­rat Lothar Eisen­hau­er gehör­te zu den Grün­der­vä­tern der Part­ner­schaft – dar­über bes­ser refe­rie­ren, zurück­bli­cken und vor­aus schau­en, als Dr. Udo Fluck, heu­te Lei­ter von Arts Mis­sou­la GLOBAL und Pro­fes­sor für Wirt­schafts­wis­sen­schaf­ten im MBA-Pro­gramm (Mas­ter of Busi­ness Admi­nis­tra­ti­on) der Uni­ver­si­ty of Mon­ta­na. Der in Nau­rod bei Wies­ba­den gebo­re­ne und hier auf­ge­wach­se­ne Deut­sche lebt seit 1989 mit Beginn sei­nes Stu­di­ums an der Uni­ver­si­ty of Mon­ta­na in Mis­sou­la und ist im Rah­men sei­ner uni­ver­si­tä­ren Lauf­bahn auch damit betraut, die Städ­te­part­ner­schaft wei­ter zu ent­wi­ckeln. Auf sei­ne Fra­ge jeden­falls, wer – wür­de er ein Flug­ti­cket erhal­ten – nach Mis­sou­la kom­men wür­de, gin­gen nahe­zu alle Hän­de hoch. Das Inter­es­se vor allem von deut­scher Sei­te ist also vor­han­den, indes Kon­tak­te zu knüp­fen und zu erhal­ten ist nicht ganz so ein­fach. Und da leg­te Dr. Fluck in sei­nem Vor­trag mit dem Thema“The importance of reinvi­go­ra­ting sis­ter city con­nec­tions“ – Die Bedeu­tung der Wie­der­be­le­bung der Städ­te­part­ner­schaf­ten – den Fin­ger in die Wun­de: Die­je­ni­gen, die die Part­ner­schaft im Alter von rund 50 Jah­ren ins Leben rie­fen, haben nach 30 Jah­ren akti­ven Wir­kens die Alters­gren­ze von 80 Jah­ren über­schrit­ten. Es fehlt der Städ­te­part­ner­schaft also an akti­ven Bür­gern, die bereit sind sich mit neu­en Ideen ein­zu­brin­gen, um den Fort­be­stand der Städ­te­part­ner­schaft zu erhal­ten.

Vie­le Ein­woh­ner der 60 000 See­len-Stadt Mis­sou­la am Fluss Clark Fork auf einer Hoch­ebe­ne der Rocky Moun­ta­ins 978 m hoch gele­gen, so Dr. Fluck, haben deut­sche Wur­zeln und deut­sche Ver­wandt­schaft. Kein Wun­der also, dass das Ger­man Fest in Mis­sou­la am 7. Okto­ber in Anleh­nung an das Münch­ner Okto­ber­fest so gut bei der Bevöl­ke­rung ankommt. Deut­sche Tra­di­ti­on und Ess­kul­tur ste­hen dabei auf dem Pro­gramm. Bier aus der Deut­schen Braue­rei in Mis­sou­la wird aus­ge­schenkt und die Live-Band OcTUBAfit spielt gemüt­li­che deut­sche Fest­mu­sik auf. „Das Fest ist über die ver­gan­ge­nen Jah­re ste­tig gewach­sen“, berich­te­te Dr. Fluck und die Orga­ni­sa­ti­on scheint sich auch für Mis­sou­la und die Pfle­ge der Part­ner­schaft finan­zi­ell zu loh­nen. Bei 5000 Dol­lar Kos­ten, darf man den­noch mit 20 000 Dol­lar Ein­nah­men und einem schö­nen Gewinn rech­nen.

Dr. Fluck warb aber nicht nur für akti­ves Mit­wir­ken und bekam dazu aus der Schü­ler­schaft eini­ge The­men genannt, die sich für eine Koope­ra­ti­on und Zusam­men­ar­beit der Schu­len und städ­ti­schen Ver­wal­tun­gen anbie­ten wür­den wie bei­spiels­wei­se in Ener­gie­fra­gen, For­schung, Kli­ma­schutz, Was­ser­ver­sor­gung und Abfall­ver­wer­tung. In Mis­sou­la ist dar­an gedacht, das Aus­tausch­pro­gramm nicht mehr nur auf Schü­ler, die in Deutsch unter­rich­tet wer­den, zu beschrän­ken, son­dern auf alle Schü­ler mit Inter­es­se aus­zu­deh­nen.

Im Lau­fe des Vor­trags ver­mit­tel­te Dr. Fluck viel Wis­sens­wer­tes rund um das The­ma Städ­te­part­ner­schaft. Er selbst enga­gier­te sich schon in jun­gen Jah­ren von 1985 bis1989 im Jugend­vor­stand des Part­ner­schafts­ver­eins Fon­det­tes, der fran­zö­si­schen Part­ner­stadt von Nau­rod und hat davon sehr pro­fi­tiert auch für sei­nen beruf­li­chen Weg.

Die ältes­te Städ­te­part­ner­schaft geht auf das Jahr 836 n. Chr. zurück, als Pader­born und Le Mans urkund­lich nach­weis­bar das ers­te euro­päi­sche Zwei­er­bünd­nis schlos­sen. Die ers­te offi­zi­el­le Städ­te­part­ner­schaft in Deutsch­land ver­band Kiel und Son­der­burg (Däne­mark) im Jahr 1925. Nach dem Krieg ab 1947 wur­den ver­stärkt Städ­te­part­ner­schaf­ten ange­strebt – Aus­söh­nung und Völ­ker­ver­stän­di­gung stan­den im Vor­der­grund. Die Stadt mit den meis­ten Städ­te­part­ner­schaf­ten ist übri­gens Köln mit 21 an der Zahl. Die Idee der moder­nen Städ­te­part­ner­schaft ist es, einen kul­tu­rel­len und wis­sen­schaft­li­chen Aus­tausch in der Begeg­nung von Men­schen zu ermög­li­chen, um Vor­ur­tei­le abzu­bau­en und Ver­trau­en auf­zu­bau­en. Ein herz­li­ches Dan­kes­wort der Fach­schaft und der mit dem Schü­ler­aus­tausch betrau­ten Leh­re­rin­nen Ana Hart­mann und Mei­ke Brück war dem Refe­ren­ten sicher und auf sei­ne Rück­rei­se nach Mis­sou­la konn­te er eini­ge Gast­ge­schen­ke mit­neh­men. Mit klei­nen Knab­be­rei­en, Muf­fins, Brow­nies und Geträn­ke bewir­te­te die Kurs­stu­fe 2, so dass nach dem Vor­trag Ideen rund um die Part­ner­schaft noch ver­tieft wer­den konn­ten.

Anna Haa­se­mann-Dun­ka