MBG-Team stark bei Wis­sen­schafts­wett­be­werb

Ein Team von Neunt­kläss­lern fei­ert Erfolg im Wis­sen­schafts­wett­be­werb. Die drei erfolg­rei­chen Jugend­li­chen, Anna Thom­mes, Max Vet­ter und Felix Hor­nek berich­ten von ihren Erfah­run­gen:

Unse­re Teil­nah­me an der IJSO

„Als uns unse­re Che­mie­leh­re­rin, Dr. Nele Welter, nach der Stun­de anbot, an der Inter­na­tio­na­len Juni­or Sci­ence Olym­pia­de (IJSO) als Grup­pe teil­zu­neh­men, waren wir über­rascht, sag­ten aber sofort zu. Wir beka­men nun Infor­ma­tio­nen über den Wett­be­werb, bei dem man in der ers­ten Run­de als Grup­pe Expe­ri­men­te machen und aus­wer­ten soll­te. So tra­fen wir uns von da an jeden Don­ners­tag in der 7.Stunde im Che­mie­raum. Sobald wir die ers­ten Expe­ri­men­te gemacht hat­ten, fan­den wir immer mehr Spaß an den Auf­ga­ben und waren in unse­rem Ele­ment. Die ver­schie­de­nen Expe­ri­men­te zum The­ma „Tin­te“  haben sich nicht wie anstren­gen­der und mono­to­ner Unter­richt, son­dern eher wie eine span­nen­de und lehr­rei­che Frei­zeit­ak­ti­vi­tät ange­fühlt. Bei den Auf­ga­ben zu den Expe­ri­men­ten gaben wir uns viel Mühe und es half uns, unser bis­he­ri­ges Wis­sen über die Che­mie zu ver­tie­fen und mehr als nur den Unter­richts­stoff zu ler­nen. Die Auf­ga­ben waren anspruchs­voll und es kam vor allem dar­auf an, krea­tiv zu sein und als Team zu arbei­ten. Als wir schließ­lich alle Expe­ri­men­te gemacht, alle Auf­ga­ben beant­wor­tet hat­ten und alle Pro­to­kol­le geschrie­ben hat­ten, reich­ten wir unse­re Lösun­gen ein und fin­gen an auf den Ein­zug in die nächs­te Run­de zu hof­fen. Nach lan­gem War­ten bat uns Frau Welter nach einer Che­mie-Stun­de um ein kur­zes Gespräch. Sie erzähl­te uns nun, dass wir es tat­säch­lich in die 2.Runde des Wett­be­werbs geschafft hat­ten. Dies­mal gab es einen 45-minü­ti­gen Test, bei dem jeder für sich allei­ne arbei­ten muss­te, und  die ver­schie­dens­ten Berei­che der Che­mie, Bio­lo­gie und der Phy­sik abge­ar­bei­tet wur­den. Auch die­ser Test war anspruchs­voll und brach­te uns an die Gren­zen unse­res Wis­sens. Nach­dem alles erle­digt war, muss­ten wir wie­der auf das Ergeb­nis war­ten, das dies­mal per E-Mail ver­kün­det wur­de.  Als uns nun end­lich die­se E-Mail erreich­te freu­ten wir uns rie­sig, es alle drei in die nächs­te Run­de geschafft zu haben. Es nah­men über 1000 Schü­ler teil und trotz­dem konn­ten wir uns durch­set­zen und schaff­ten es in die nächs­te Run­de! Nun wer­den wir eine wei­te­re Klau­sur schrei­ben, doch wir sind sehr zuver­sicht­lich und freu­en uns es so weit geschafft zu haben, nicht zuletzt dank Frau Welter die uns moti­viert und ange­spornt hat, und ohne die wir nicht so weit gekom­men wären.“

Das Bild zeigt die Schü­le­rin­nen und Schü­ler gemein­sam mit eini­gen ande­ren, die im März die zwei­te Run­de erreicht hat­ten, umrahmt von Schul­lei­ter Joa­chim Phil­ipp und ihrer Che­mie­leh­re­rin Dr. Nele Welter.

Auf neu­en Wegen in beson­de­ren Zei­ten

Vir­tu­el­le Füh­rung durch die Kunst­hal­le Mann­heim fürs Max-Born-Gym­na­si­um

Seit 14. 3. ist die Kunst­hal­le Mann­heim geschlos­sen; seit 17. 3. fin­det an den Schu­len des Lan­des kein Prä­senz-Unter­richt mehr statt. Wie aber den­noch Schul­ge­mein­schaft und Kunst zusam­men­brin­gen? Kunst­leh­rer Fré­dé­ric Bri­end hat eine Idee: Gemein­sam mit Dr. Doro­thee Höfert, Lei­te­rin der Abtei­lung Kunst­ver­mitt­lung der Kunst­hal­le Mann­heim, lädt er kur­zer­hand die gan­ze Schul­ge­mein­schaft zu einem vir­tu­el­len Rund­gang durch die aktu­el­le Foto-Aus­stel­lung ein. Um die Zugangs-Infor­ma­tio­nen zur Video-Kon­fe­renz zu erhal­ten, muss­te man einer extra ein­ge­rich­te­ten Grup­pe im schul­ei­ge­nen Mes­sen­ger bei­tre­ten, wo die Zugangs­da­ten bekannt­ge­ge­ben wur­den. Am letz­ten Frei­tag vor den Oster­fe­ri­en, dem 3. April, geht eine bun­te Trup­pe von Lehr­kräf­ten, Schüler*innen und Eltern mit Bri­end und Höfert auf Ent­de­ckungs­rei­se durch die sehens­wer­te Aus­stel­lung. Den sozi­al-doku­men­ta­ri­schen Foto­gra­fien des berühm­ten Wal­ker Evans aus den 1930er bis 1950er-Jah­ren sind durch sie inspi­rier­te, aktu­el­le Wer­ke an die Sei­te gestellt.
Höfert weist in ihrer abwechs­lungs­rei­chen Bespre­chung der Aus­stel­lung auf ver­schie­de­ne Details hin – zwi­schen­durch ergänzt Bri­end von sei­nem Rech­ner groß­for­ma­ti­ge Ansich­ten der Foto­gra­fien. Man hat als Teil­neh­mer fast den Ein­druck, als Grup­pe durch die Aus­stel­lung zu spa­zie­ren. Die Stim­mung der Bil­der ist oft­mals bedrü­ckend. Aus den Gesich­tern por­trä­tier­ten Men­schen spricht in vie­len Fäl­len Ver­zweif­lung und Bit­ter­keit, die selbst durch die mehr­fa­che Ver­fla­chung (man sieht über Video-Kon­fe­renz auf einem geteil­ten Bild­schirm ein abfo­to­gra­fier­tes Foto eines Men­schen) noch den Betrach­ter direkt ins Mark trifft. Rund­gangs-Teil­neh­me­rin Ana Hart­mann kom­men­tiert: „Die Gesich­ter der ers­ten Fami­lie wer­den mich noch lang in mei­nen Gedan­ken ver­fol­gen.“

Schul­lei­ter Joa­chim Phil­ipp dankt abschlie­ßend der Kunst­ver­mitt­le­rin Höfert für die „inter­es­san­ten Ein­bli­cke“ wäh­rend einer span­nen­den und stres­si­gen Zeit, die – viel­leicht wie das Leben eini­ger der Foto-Moti­ve – von gro­ßer Unsi­cher­heit geprägt sei. Bri­end lobt die Inno­va­tio­nen, die in die­sen Wochen an der Kunst­hal­le statt­fin­den: Bereits am Vor­mit­tag habe Höfert in einem Insta­gram- und Face­book-Live­stream durch die Aus­stel­lung geführt, was auch gro­ßen Anklang gefun­den habe. Höfert ihrer­seits zeigt sich begeis­tert über die Frei­heit und die Mög­lich­kei­ten, mit neu­en For­men der Kunst­ver­mitt­lung zu expe­ri­men­tie­ren. „Wir befin­den uns plötz­lich in einer Art Par­al­lel-Uni­ver­sum, wo sich uns ganz neue Mög­lich­kei­ten zei­gen. Und wenn mal etwas nicht funk­tio­niert, ist es auch nicht schlimm.“ Auch Bri­end freut sich über das „Tol­le High­light“, das am MBG mög­lich gewor­den sei, weil die Schu­le sich in Bezug auf die Digi­ta­li­sie­rung „auf den Weg gemacht“ habe.
Trotz der beklem­men­den Atmo­sphä­re der Bil­der bleibt ein posi­ti­ves Gemein­schafts-Erleb­nis. Ein fas­zi­nie­ren­der Rund­gang, der Lust gemacht hat, die Wer­ke auch im Ori­gi­nal zu betrach­ten, wenn die Aus­stel­lung – hof­fent­lich – über das Ende der Coro­na-Kri­se hin­aus ver­län­gert wer­den kann. So kann die digi­ta­le Ver­mitt­lung von Inhal­ten nicht nur „Not­lö­sung“ sein, son­dern ein neu­er Weg, der auch nach der Rück­kehr in „nor­ma­le“ Zei­ten sicher­lich eine wert­vol­le Ergän­zung sein kann. (We)

MBG nimmt am Wett­be­werb Jugend forscht teil

Pre­mie­re bei wich­tigs­tem Jung­for­scher­wett­be­werb Deutsch­lands 

Am 20.2.20 war es so weit. Nach mehr als einem Jahr Arbeit an ihren For­schungs­pro­jek­ten, nah­men erst­ma­lig zwei For­scher­grup­pen der Sci­ence AG des Max-Born-Gym­na­si­ums am Regio­nal­wett­be­werb Nord­ba­den teil. Lea Gra­bow­ski, Nele Rah und Ans­hel Nohl (alle K1) beschäf­tig­ten sich bei ihrem Pro­jekt „Bio­p­la“ mit der Her­stel­lung eines neu­en, bio­lo­gisch abbau­ba­ren Kunst­stof­fes, um den Ber­gen von Plas­tik­müll Ein­halt zu gebie­ten, die jeden Tag in die Umwelt gelan­gen. Außer­dem woll­ten sie her­aus­fin­den, wie sich die win­zi­gen Plas­tik­ar­ti­kel – das soge­nann­te Mikro­plas­tik – auf die Lebe­we­sen aus­wir­ken, die sie auf­neh­men. Dazu nah­men sie Stu­di­en an Was­ser­flö­hen vor.

Das zwei­te Team des MBG ver­such­te ein auto­nom flie­gen­des Flug­zeug zu bau­en. Dazu kon­stru­ier­ten und bau­ten Lau­ra Beck, Jor­dan Kör­te und Jakob Staud (alle K1) zunächst selbst ein Flug­zeug, um es dann so zu pro­gram­mie­ren, dass es im Flug eigen­stän­dig steu­ern könn­te.

Zum Wei­ter­kom­men in den Lan­des­wett­be­werb hat es zwar die­ses Mal noch nicht gereicht, aber zwei Prei­se durf­ten die Jung­for­scher trotz­dem mit nach Hau­se neh­men: einen Buch­preis und ein „Magneta­ri­um“, eine klei­ne Ele­men­te­samm­lung für den Che­mie­un­ter­richt.

Wir freu­en uns schon auf den Wett­be­werb im nächs­ten Jahr, wenn wie­der eini­ge viel­ver­spre­chen­de Teams unse­rer Schu­le mit tol­len Ideen dabei sein wer­den!  (Wt)