Trai­ler­pro­duk­ti­on am Max-Born-Gym­na­si­um

Das THEA­TER­mo­bi­le­SPIE­LE ist ein frei­es, in Karls­ru­he ansäs­si­ges Thea­ter, das sich aus­schließ­lich  mobi­len Thea­ter­pro­duk­tio­nen wid­met.

Eine Beson­der­heit die­ses Thea­ters ist es, dass das Thea­ter in die Schu­le kommt und nicht die Schüler/innen zum Thea­ter.

Seit vie­len Jah­ren ist es Tra­di­ti­on am Max-Born-Gym­na­si­um, den Schü­le­rin­nen und Schü­lern der K 2 eines der abitur­re­le­van­ten Wer­ke des Faches Deutsch auch auf die­se Wei­se näher zu brin­gen: In die­sem Schul­jahr wur­de der Kurs­stu­fe „Der Step­pen­wolf“ von Her­mann Hes­se in einer nicht-öffent­li­chen geschlos­se­nen Ver­an­stal­tung durch das THEA­TER­mo­bi­le­SPIE­LE in unse­rem Raum 111 prä­sen­tiert.

Dabei gab es dies­mal eine Beson­der­heit: Gleich­zei­tig mit der Auf­füh­rung dreh­te Car­men Donet Gar­cia für das Thea­ter einen Trai­ler zu sei­ner Arbeit an unse­rem Gym­na­si­um. Aus­ge­wählt als Dreh­ort wur­de das Max-Born-Gym­na­si­um auf­grund der jah­re­lan­gen guten Zusam­men­ar­beit und gegen­sei­ti­gen posi­ti­ven Erfah­run­gen. Aus­zü­ge aus der Auf­füh­rung, Inter­views mit Schau­spie­ler, Schüler/innen und Leh­re­rin sehen Sie hier (exter­ner Link).
(Sell­ner)

Ohne Kip­pe – Rau­cher­prä­ven­ti­on als Video-Stream

Auch ohne vor Ort sein zu kön­nen, nah­men wir als Schul­ge­mein­schaft des Max-Born-Gym­na­si­ums am 29.04.2020 exklu­siv an der Ver­an­stal­tung „OK – ohne Kip­pe“ der Tho­rax­kli­nik Hei­del­berg teil. Wir freu­en uns, die ers­te Schu­le zu sein, für die jetzt in Zei­ten des Fern­un­ter­richts die bewähr­te und belieb­te Ver­an­stal­tung zur Rau­cher­prä­ven­ti­on online ange­bo­ten wur­de. Die­ses Prä­ven­ti­ons­pro­gramm zählt zu den größ­ten und bekann­tes­ten Prä­ven­ti­ons­ver­an­stal­tun­gen der Metro­pol­re­gi­on Rhein-Neckar — seit dem Jahr 2000 besu­chen jähr­lich über 10.000 Schü­le­rin­nen und Schü­ler die Ver­an­stal­tun­gen der Kli­nik. Ziel ist, Kin­der und Jugend­li­che über die Risi­ken und Fol­gen des Rau­chens zu infor­mie­ren und sie in einer gesun­den Lebens­wei­se zu bestär­ken.

Die Über­tra­gung des Live­streams via You­Tube ging von 10 Uhr bis ca. 11:30 Uhr und funk­tio­nier­te wun­der­bar ohne tech­ni­sche Stö­run­gen. Wie bei einer Ver­an­stal­tung vor Ort wur­den wir zuerst über die Risi­ken des Rau­chens infor­miert, erhiel­ten dann einen Ein­blick in eine Lun­ge­nen­do­sko­pie und konn­ten einem Inter­view mit einem betrof­fe­nen Pati­en­ten der Tho­rax­klink fol­gen. Wäh­rend des Live­streams konn­ten über unse­re schul­ei­ge­ne myMBG-App Fra­gen an den Refe­ren­ten der Tho­rax­kli­nik, Micha­el Ehmann, gerich­tet wer­den.

Zur­zeit sieht man in den Nach­rich­ten häu­fig Mel­dun­gen über das Coro­na­vi­rus SARS-CoV-2 und wie es die Lun­ge angreift. Daher war es nun beson­ders inter­es­sant, bei die­ser Ver­an­stal­tung erklärt zu bekom­men, wie eine Lun­ge auf­ge­baut ist, sehen zu dür­fen, wie eine ech­te Lun­ge von innen aus­sieht und wel­che Aus­wir­kun­gen das Rau­chen auf die Lun­ge haben kann. Bei der Pati­en­tin aus der Über­tra­gung, einer lang­jäh­ri­gen Rau­che­rin, besteht der Ver­dacht auf Lun­gen­krebs. Wir durf­ten dabei zuschau­en, wie eine Pro­be für die patho­lo­gi­sche Unter­su­chung ent­nom­men wur­de, wobei der Arzt jeden Schritt gut ver­ständ­lich erklär­te.

Schü­le­rin der 10a: „Ich fand die Endo­sko­pie und die Erläu­te­rung sehr span­nend. Beson­ders bewe­gend war für mich, wie schon vor drei Jah­ren, dass man als Zuschau­er schon vor dem Pati­en­ten erfährt, dass die­ser höchst­wahr­schein­lich Krebs hat.“

Schü­le­rin der 10a: „Ich fand es sehr span­nend, einen Ein­blick in eine Rau­cher­lun­ge zu bekom­men und ich war sehr über­rascht von der hohen Qua­li­tät der Endo­skop-Kame­ra und auch die Erläu­te­run­gen des Arz­tes waren sehr inter­es­sant. Das hat sehr gut ver­an­schau­licht, was in der Theo­rie erklärt wird, und es hat mir wie­der ein­mal ver­deut­licht, was für einen Scha­den das Rau­chen anrich­ten kann und wie­so ich nie­mals damit anfan­gen wer­de.“

Schü­le­rin der 10a: „Ich fand es sehr gut, dass man sei­nen Wis­sens­ho­ri­zont erwei­tern konn­te und auch einen Ein­blick in den inne­ren Vor­gang eines Men­schen zu sehen bekam. Ich fand es sehr erschre­ckend, als der Arzt mein­te, mit hoher Wahr­schein­lich­keit, nur durch das lang­jäh­ri­ge Rau­chen der Pati­en­tin, einen bös­ar­ti­gen Tumor fest­ge­stellt zu haben. Den­noch sehr inter­es­sant und super, dass man live mit dabei sein konn­te und die­se Chan­ce bekam.“

Ole (10c): „Es ist immer sehr erschre­ckend, was Rau­chen mit dem mensch­li­chen Kör­per anstellt. Ich fin­de es sehr gut, dass die­se Prä­sen­ta­ti­on sehr aus­führ­lich und gut erläu­tert prä­sen­tiert wur­de. Dies kann bestimmt eini­gen hel­fen, die das alles noch nicht so genau wis­sen. Ich fin­de es schön, dass sowas mög­lich gemacht wird.“

Emi­ly (10c): „Ich fin­de, der Ver­gleich mit dem Rus­si­schen Rou­lette [Wahr­schein­lich­keit zu ster­ben] bringt einen sehr zum Nach­den­ken und sorgt dafür, dass einem klar wird, wie schön man sich wegen der Sucht das Spiel mit Leben und Tod redet. Denn Rus­si­sches Rou­lette wür­de ver­mut­lich kein Rau­cher spie­len.“

Das Inter­view mit dem Pati­en­ten E. B., dem sein Kehl­kopf wegen Kehl­kopf­krebs ent­fernt wur­de, war sehr ein­drück­lich und mach­te betrof­fen. Er bemerk­te sei­ne Erkran­kung mit 41 wegen Ein­schrän­kun­gen beim Schlu­cken, über die er sich erst ein­mal kei­ne Gedan­ken gemacht hat­te. Das Spre­chen ist nach der Ent­fer­nung des Kehl­kopfes nicht mehr wie gewohnt mög­lich. Die Luft­röh­re wird so ver­näht, dass sie mit einer Öff­nung zum Atmen vor­ne im Hals endet. Das Spre­chen mit Hil­fe der Spei­se­röh­re ist eine spe­zi­el­le Tech­nik, die man erler­nen muss. Der Pati­ent erklär­te: „Wir spre­chen ja eigent­lich mit der Luft der Lun­ge. Ich spre­che aber mit der Luft vom Mund. Die schlu­cke ich in die Spei­se­röh­re. Durch die Vibra­ti­on kann ich die Töne for­men im Mund.“ Herr B. raucht „Gott sei Dank nicht mehr“. Er hat direkt auf­ge­hört, sobald er von sei­ner Krank­heit erfah­ren hat. Meist gibt es kei­nen star­ken kör­per­li­chen Ent­zug nach dem Auf­hö­ren, so Herr Ehmann, anders als bei vie­len ande­ren Dro­gen. Herr B. stell­te sich schon vie­le Male als Inter­view­part­ner in der Tho­rax­kli­nik zu Ver­fü­gung, denn ihm sind die­se Ver­an­stal­tun­gen sehr wich­tig. Dafür dan­ken wir ihm sehr und wün­schen ihm alles Gute!

Die Tho­rax­kli­nik ist auch von der aktu­el­len Pan­de­mie betrof­fen, denn sie ist ein Hot­spot für Coro­na-Behand­lun­gen. Sie haben sehr schwer erkrank­te Pati­en­ten, die beatmet wer­den, teil­wei­se auch mit Herz­lun­gen­ma­schi­ne. Herr Ehmann gibt den Jugend­li­chen noch die dring­li­che Bit­te mit auf den Weg, wei­ter­hin Abstand zu ande­ren Men­schen zu hal­ten und auf den Besuch bei Per­so­nen der Risi­ko­grup­pe, z.B. den Groß­el­tern, zu ver­zich­ten. (C. Schmitt)

 

MBG-Team stark bei Wis­sen­schafts­wett­be­werb

Ein Team von Neunt­kläss­lern fei­ert Erfolg im Wis­sen­schafts­wett­be­werb. Die drei erfolg­rei­chen Jugend­li­chen, Anna Thom­mes, Max Vet­ter und Felix Hor­nek berich­ten von ihren Erfah­run­gen:

Unse­re Teil­nah­me an der IJSO

„Als uns unse­re Che­mie­leh­re­rin, Dr. Nele Welter, nach der Stun­de anbot, an der Inter­na­tio­na­len Juni­or Sci­ence Olym­pia­de (IJSO) als Grup­pe teil­zu­neh­men, waren wir über­rascht, sag­ten aber sofort zu. Wir beka­men nun Infor­ma­tio­nen über den Wett­be­werb, bei dem man in der ers­ten Run­de als Grup­pe Expe­ri­men­te machen und aus­wer­ten soll­te. So tra­fen wir uns von da an jeden Don­ners­tag in der 7.Stunde im Che­mie­raum. Sobald wir die ers­ten Expe­ri­men­te gemacht hat­ten, fan­den wir immer mehr Spaß an den Auf­ga­ben und waren in unse­rem Ele­ment. Die ver­schie­de­nen Expe­ri­men­te zum The­ma „Tin­te“  haben sich nicht wie anstren­gen­der und mono­to­ner Unter­richt, son­dern eher wie eine span­nen­de und lehr­rei­che Frei­zeit­ak­ti­vi­tät ange­fühlt. Bei den Auf­ga­ben zu den Expe­ri­men­ten gaben wir uns viel Mühe und es half uns, unser bis­he­ri­ges Wis­sen über die Che­mie zu ver­tie­fen und mehr als nur den Unter­richts­stoff zu ler­nen. Die Auf­ga­ben waren anspruchs­voll und es kam vor allem dar­auf an, krea­tiv zu sein und als Team zu arbei­ten. Als wir schließ­lich alle Expe­ri­men­te gemacht, alle Auf­ga­ben beant­wor­tet hat­ten und alle Pro­to­kol­le geschrie­ben hat­ten, reich­ten wir unse­re Lösun­gen ein und fin­gen an auf den Ein­zug in die nächs­te Run­de zu hof­fen. Nach lan­gem War­ten bat uns Frau Welter nach einer Che­mie-Stun­de um ein kur­zes Gespräch. Sie erzähl­te uns nun, dass wir es tat­säch­lich in die 2.Runde des Wett­be­werbs geschafft hat­ten. Dies­mal gab es einen 45-minü­ti­gen Test, bei dem jeder für sich allei­ne arbei­ten muss­te, und  die ver­schie­dens­ten Berei­che der Che­mie, Bio­lo­gie und der Phy­sik abge­ar­bei­tet wur­den. Auch die­ser Test war anspruchs­voll und brach­te uns an die Gren­zen unse­res Wis­sens. Nach­dem alles erle­digt war, muss­ten wir wie­der auf das Ergeb­nis war­ten, das dies­mal per E-Mail ver­kün­det wur­de.  Als uns nun end­lich die­se E-Mail erreich­te freu­ten wir uns rie­sig, es alle drei in die nächs­te Run­de geschafft zu haben. Es nah­men über 1000 Schü­ler teil und trotz­dem konn­ten wir uns durch­set­zen und schaff­ten es in die nächs­te Run­de! Nun wer­den wir eine wei­te­re Klau­sur schrei­ben, doch wir sind sehr zuver­sicht­lich und freu­en uns es so weit geschafft zu haben, nicht zuletzt dank Frau Welter die uns moti­viert und ange­spornt hat, und ohne die wir nicht so weit gekom­men wären.“

Das Bild zeigt die Schü­le­rin­nen und Schü­ler gemein­sam mit eini­gen ande­ren, die im März die zwei­te Run­de erreicht hat­ten, umrahmt von Schul­lei­ter Joa­chim Phil­ipp und ihrer Che­mie­leh­re­rin Dr. Nele Welter.