Son­nen­be­ob­ach­tung am Max Born Gym­na­si­um

Am Don­nerstg, den 11.01.2024 mach­te die NWT-Grup­pe aus den Klas­sen 9d und 9c zusam­men mit der Fach­leh­re­rin Frau Thier­ing eine Son­nen­be­ob­ach­tung. In der sieb­ten Stun­de gin­gen wir auf den Pau­sen­hof. Als Ers­tes erklär­te Frau Thier­ing uns, dass durch ein H-Alpha Tele­skop 99,999% des Lich­tes weg­ge­nom­men wird. Dadurch kann man die Son­ne durch ein Tele­skop beob­ach­ten ohne zu erblin­den. Anschlie­ßend haben wir ange­fan­gen zu beob­ach­ten. Zuerst haben wir uns die Son­nen­fle­cken ange­se­hen, das sind dunk­le Fle­cken auf der Son­ne, die so dun­kel wir­ken weil sie käl­ter als ihre Umge­bung sind. Danach haben wir uns die Pho­to­sphä­re, die so bezeich­ne­te „Ober­flä­chen­schicht“ der Son­ne und die Spiku­len, eher klei­ne Mate­rie­bö­gen auf der “Ober­flä­che” der Son­ne ange­se­hen. Es war sehr inter­es­sant sich die Son­ne mit ihren Struk­tu­ren anzu­se­hen. Es sind sogar Schü­ler aus ande­ren Klas­sen zu uns gekom­men und woll­ten auch beob­ach­ten. Für die­se Erleb­nis­se ist es schön, NWT gewählt zu haben.

Char­lot­te

Das Tele­skop war umstellt mit Hüt­chen und immer wie­der kamen Schü­ler aus ande­ren Klas­sen, die auch dar­an inter­es­siert waren, die Son­ne zu beob­ach­ten.

Wir beob­ach­te­ten:

– Son­nen-Pho­to­sphä­ren Schei­be

– Spiku­len am Rand der Son­ne

– Son­nen­fle­cken und Son­nen­fleck­grup­pen

– Gra­nu­la­ti­on

– Rand­ver­dunk­lung der Son­ne

Beson­ders beein­dru­ckend fand ich, dass ein Son­nen­fleck, wel­cher für uns durch das H α-Tele­skop win­zig erschien, jedoch einen andert­halb -fachen Durch­mes­ser der Erde hat­te.

Mat­tis

Jah­res­be­richt über die Aste­ro­iden­su­che im Schul­jahr 23/24

Auch in die­sem Schul­jahr hat ein Astro­no­mie-Kurs von Frau Dr. Thier­ing vom 17.11. bis 4.12.23  an der Aste­ro­iden­su­che erfolg­reich teil­ge­nom­men und als eine der bes­ten Schu­len Deutsch­lands abge­schlos­sen. Die auf Maui, Hawaii, auf­ge­nom­me­nen Daten wur­den vom Haus der Astro­no­mie und der von For­schern der Har­din-Sim­mons Uni­ver­si­ty TX,U.S.A., gelei­te­ten Inter­na­tio­nal Astro­no­mic­al Search Col­la­bo­ra­ti­on IASC, an Frau Thier­ing wei­ter­ge­lei­tet, damit wir Schü­ler des Max-Born-Gym­na­si­ums sie aus­wer­ten konn­ten. Wir haben an die­sem For­schungs­pro­jekt mit drei Schü­ler­grup­pen teil­ge­nom­men, wel­che jeweils einen neu­en Aste­ro­iden­kan­di­da­ten fin­den konn­ten. Somit gibt es für uns drei Chan­cen, neu ent­deck­te Aste­ro­iden zu benen­nen, falls die Bahn­da­ten über die nächs­ten sie­ben Jah­re von ande­ren For­schungs­grup­pen genü­gend genau nach­ge­mes­sen wer­den kön­nen.

Für unse­re Ent­de­ckun­gen wur­den wir aber schon jetzt mit einer Urkun­de der IASC im Namen der Natio­nal Aero­nau­tic­sand Space Admi­nis­tra­ti­on NASA geehrt.

Die Aste­ro­iden­su­che ist ein sehr span­nen­des und lehr­rei­ches Pro­gramm vom Haus der Astro­no­mie, um ver­schie­de Aspek­te des Welt­alls und die Arbeits­wei­se der Grund­la­gen­for­schung den Schü­lern näher zu brin­gen. Ich fin­de, dass das Pro­gramm der Aste­ro­iden­su­che auf der einen Sei­te sehr inter­es­sant und lehr­reich aber auf der ande­ren Sei­te auch spa­ßig und kom­pe­ti­tiv war. Kom­pe­ti­tiv mit dem Ziel bes­ser zu ana­ly­sie­ren als ande­re Schu­len, um mög­li­che neue Aste­ro­iden schnel­ler zu fin­den und somit als Ent­de­cker ein­ge­tra­gen zu wer­den.

Für die zukünf­ti­gen Astro­no­mie-Kur­se am Max-Born-Gym­na­si­um ist die Aste­ro­iden­su­che auf jeden Fall ein Muss, da es Spaß und Unter­richt gut kom­bi­niert.

 

Finn Krä­mer

IASC Detec­tions

Him­mels­be­ob­ach­tungs­abend des K1 Astro­mo­nie-Kur­ses

Nun war die Zeit am 15.10. gekom­men: Am frü­hen Nach­mit­tag klär­te der Regen den Him­mel auf, so dass es am fol­gen­den Abend kris­tall­klar war und für unse­ren Beob­ach­tungs­abend des Astro­kur­ses genau pas­send war.

Wir tra­fen uns zum unse­ren ers­ten Beob­ach­tungs­abend um halb neun und beob­ach­te­te den tief dunk­len Ster­nen­him­mel bis spät abends. Es hat uns rich­tig viel Spaß gemacht und wir waren von dem Him­mels­an­blick fas­zi­niert, vor allem weil der Abend so klar war, dass sich unglaub­lich vie­le Ster­ne am Him­mel ver­sam­mel­ten und sogar das Milch­stra­ßen­band zu sehen war.

Frau Thier­ing gab uns die gro­ße Gele­gen­heit, die Andro­me­da­ga­la­xie und Saturn durch das Fern­rohr der Schu­le zu beob­ach­ten. Die guten Sicht­be­din­gun­gen die­ses Abends ermög­lich­ten es sogar, dass wir die schwä­cher leuch­ten­den Außen­be­rei­che der Andro­me­da Gala­xie, die sich noch weit über das Sicht­feld des Fern­rohr-Oku­lars hin­aus erstreck­ten, sehen konn­ten .Auch die Ring­struk­tur von Saturn war deut­lich zu erken­nen.

Frau Thier­ing nahm sich die Zeit, uns ver­schie­de­ne Stern­bil­der vor­zu­stel­len und die ein­zel­nen Ster­ne inner­halb die­ses Bil­des zu iden­ti­fi­zie­ren, wie das Stern­bild „Urs­ae­Ma­jo­ris” (der soge­nann­te “Gro­ße Bär”) und einer sei­ner Ster­ne „Mizar”. Mit­hil­fe von Feld­ste­chern sahen wir, dass Mizar eigent­lich ein Dop­pel­stern ist, wäh­rend Frau Thier­ing uns ver­schie­de­ne Fak­ten zu ein­zel­nen astro­no­mi­schen Objek­ten erklär­te.

Inter­es­sant war vor allem der nörd­lich lie­gen­de Stern Pola­ris, mit dem wir die Nord­rich­tung fin­den konn­ten, die schwa­che Sil­hou­et­te unse­rer Milch­stra­ße und die grie­chi­sche Mytho­lo­gie um das Stern­bild Kas­sio­peia und ihrer Toch­ter Andro­me­da, wel­che Per­seus rei­tend auf sei­nem Him­mels­pferd Pega­sus vor einem See­unge­heu­er ret­te­te. Alle die­se Stern­bil­der sind in der Stern­kar­te des Nord­him­mels abge­bil­det und waren an unse­rem Beob­ach­tungs­abend deut­lich zu sehen.

Uns hat es als Astro-Kurs viel Freu­de berei­tet, an die­sem Abend teil­neh­men zu dür­fen. Wir haben vie­le Sachen dazu gelernt, wie den Auf­bau unse­res Schul-Tele­skops (20cm MEADE Reflek­tor) und des­sen par­al­lak­ti­scher Mon­tie­rung, mit wel­cher man die Bewe­gung der Bil­der durch die Erd­ro­ta­ti­on aus­glei­chen konn­te.

Die­ses beson­de­re Ange­bot, bei einem Beob­ach­tungs­abend mit­zu­ma­chen, ist äußerst sel­ten.

Sich der Astro­no­mie auf die­se Wei­se zu nähern eig­net sich her­vor­ra­gend, um das Ver­ständ­nis für den Kos­mos zu ver­tie­fen, denn der Über­gang vom Ler­nen im Unter­richt zur tat­säch­li­chen Beob­ach­tung astro­no­mi­scher Objek­te ist noch ein­mal ein deut­li­cher Schritt. Man spürt auch ein gewis­ses Gefühl der Erfül­lung, wenn man die Schön­heit des Uni­ver­sums mit blo­ßem Auge betrach­tet und dar­über hin­aus das im Unter­richt erwor­be­ne Wis­sen anwen­den kann.

„Die Unend­lich­keit des Kos­mos“, „Woher kom­men wir?“ und „Der Blick in das kos­mi­sche Ver­gan­gen­heit“ waren Gedan­ken, die mir an die­sem Abend stän­dig in den Sinn kamen. Sol­che Ver­an­stal­tun­gen wecken immer wie­der die Fas­zi­na­ti­on für die Astro­no­mie und sind der Haupt­grund, sich auf wei­te­re Beob­ach­tungs­aben­de in der Zukunft zu freu­en :).

Lan, K1